Janinifee’s Weblog

Frei sind die Gedanken

Das Absatzwesen auf Unwegen November 20, 2007

Gespeichert unter: Marketing — janinifee @ 11:15

Auf welchen Weg etwas auf den Markt gebracht wird, definiert bekanntlich das Marketing. Will eine solche Vermarktung auch die entsprechend angestrebten Verkaufserfolge erzielen, müssen vorab verschiedene Kriterien erfüllt werden. Nach Analyse von potenziellen Zielgruppe und Zielmärkten beginnt die Planung für den Einsatz der geeigneten Marketinginstrumente. Klassisches zentrales Steuerorgan: der Marketing-Mix. Die vier berühmten P´s beschäftigen sich detailliert mit der Gestaltung von Product, Price, Place (Distribution) und Promotion (Kommunikation) mit dem Ziel ein möglichst einzigartiges und attraktives Gut zu schaffen, das optimal platziert der Zielgruppe gefällt und sie zum Käufer und (bestenfalls) wieder Käufer werden lässt. Der Mensch ist stets erfinderisch und die Evolution nimmt auch in Sachen Marketing ihren rasanten Lauf; so entwickelten sich die Instrumente vom mittelalterlichen Marktschreier über die anpreisende Reklame in Blech bis hin zum multimedialen Schauspiel auf den neusten Medien. Insbesondere der technische Fortschritt erlaubt eine stetige Steigerung von Angebot, Funktionalität, Qualität, Verfügbarkeit und Serviceleistungen. Auch wird die Zielgruppenansprache immer spezifischer, persönlicher und direkter. Bei der Dichte der beworbenen Offerten und damit verbundenen Dauer-Werbe-Attacken auf Konsumenten ist es nur verständlich, das sich das überforderte Objekt der Begierde auf die Flucht begibt. Das sich mit schuldig gemachte Hightech kommt hier auch mal hilfreich zum Einsatz: Spam-Filter, Popup-Blocker, werbefreie Zonen und „TV-Spot-Killer“ versuchen den Ausgleich zur reizüberfluteten multimedialen Massenkommunikation.
Es gab tatsächlich Zeiten, wo Werbung noch ein ernstzunehmendes Medium für Kaufentscheidungen und willkommenes Ereignis war, das ganze Familien vor den Fernsehapparat scharrte, weil es informativen wie unterhaltsamen Wert vermittelte. Es ist an der Zeit eine Rückführung im Marketing anzustreben, die auf Freiwilligkeit beruht und durch hochwertigen Informationsgehalt gepaart mit kurzweiligem Entertainment basiert. Der Widerstand der anvisierten Zielgruppe fordert schon lange das Einläuten einer neuen Runde auf dem Werbemarkt. Die Chancen die Karten neu zu mischen kann nicht besser sein: Die Komplexität der Medien und Möglichkeiten sollte in der Lage sein mit diversen Neuschöpfungen an die großen Erfolge des vergangenen Reklamezeithalters anzuknüpfen. Wollen wir hoffen….

 

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